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24.10.2018 Infrarotkabinen - Wellness für Zuhause

 

Wellnessurlaube stehen für viele einmal im Jahr auf dem Pflichtprogramm. Doch die zahlreichen Wellness Möglichkeiten finden seit geraumer Zeit auch im eigenen Haus Anwendung. Insbesondere durch das wachsende Umweltbewusstsein sind Infrarotwärmekabinen in diesem Zusammenhang eine passendes Beispiel. Diese können in verschiedenen Räumen des Hauses aufgestellt werden, wobei Sie hauptsächlich im Badezimmer integriert zu finden sind.

Wir haben Ihnen alles wissenswerte über die erholsamen Anlagen zusammengefasst. Von der Funktion und dem Nutzen über die Auftstellmöglichkeiten bis hin zu den entsprechenden Kosten. Wir geben den Überblick:

Funktion und Nutzen

Im Gegensatz zur weit verbreiteten Sauna arbeiten Infrarotkabinen, wie der Name bereits vermuten lässt, mit Infrarotlicht. Dieses ist für das menschliche Auge unsichtbar und macht sich durch ein wohlfühlendes Gefühl der Wärme bemerkbar. Die Infrarotstrahlung fördert aber auch in gewissem Maße die Gesundheit, da die Durchblutung des Körpers durchblutet wird. 

Zudem folgen wirkt es lindernd gegen:

  • Beschwerden bei Erkältungen
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelverspannungen 

Aufstellmöglichkeit 

Vorteilhaft ist der im Vergleich zur Sauna geringe Platzverbrauch. Sie nehmen lediglich eine Fläche von 90 x 90 Zentimetern ein und kann nahezu in allen Räumen des Hauses aufgestellt werden. Einzige Voraussetzung ist, dass eine gute Belüftungsmöglichkeit besteht. Daher sind beispielsweise Bäder ohne Fenster für als Aufstellort ungeeignet. 

Grundsätzlich kommt das Badezimmer jedoch in den meisten Fällen als Aufstellort in Frage. Schließlich dient unser intimster Raum als Ort des Entspannen nach einem anstrengendem Arbeitstag. 

Kosten

Die Kosten sind wie bei allen Dingen im Leben von der Qualität abhängig. Einsteigermodelle erhalten Sie bereits ab 1.000€. Abhängig von der Qualität und Ausrichtung können die Kosten bis auf das Sechsfache ansteigen.

Behandlung mit Infrarot 

In der Infrarotkabine kommen drei verschieden Arten von Infrarotstrahlern zum Einsatz:

  • IR-A --> dringt bis zu 5mm in die Haut ein 
  • IR-B --> dringt bis zu 2mm in die Haut ein 
  • IR-C --> dringt bis zu 0,5mm in die Haut ein 

Vorsicht ist bei IR-A  Strahlern geboten. Diese kurzwellige Strahlung kann im Schlimmsten Fall die Netzhaut des Auges erreichen. Die beiden anderen Arten werden durch die Hornhaut absorbiert und rufen keine Probleme hervor. 

01.10.2018 Brennstoffzellen

Effizienztechnologie der Zukunft

Im Zuge des wachsenden Umweltbewusstseins und neuen Alternativen hinsichtlich der Heiztechnik, nehmen Brennstoffzellen eine wichtige Rolle für die Zukunft ein. Durch eine elektrochemische Reaktion, die als „kalte Verbrennung" bekannt ist, ensteht dabei sowohl Wärme als auch elektrische Energie, wodurch der Grundbedarf im Haus gedeckt werden kann. Doch die Technologie ist keineswegs neu, sondern wurde in der Vergangenheit beispielsweise bereits in der Raumfahrt verwendet.

Wie Brennstoffzellen aufgebaut sind und funktionieren? Welche Vor- und Nachteile bestehen?

Wir geben Ihnen alle wissenswerten Informationen zu diesem Thema:

Aufbau und Funktionsweise

Brennstoffzellen ähneln hinsichtlich des Aufbaus und der Funktion stark einer Batterie. Sie bestehen aus zwei Elektroden. Einer Anode (Pluspol) und einer Kathode (Minuspol). Für den Ionentransport zwischen den beiden Elektroden ist ein sogenannter Elektrolyt zuständig. Dabei handelt es sich um feste oder flüssige chemische Substanzen, die Strom leiten können. 

Wichtiger Bestandteil ist zudem der „Reformer". Dieser wird in der Regel durch Erdgas angetrieben. Aus dem Erdgas gewinnt er Wasserstoff, welcher für den weiteren chemischen Prozess von hoher Bedeutung ist. Dieser reagiert schließlich mit dem Sauerstoff aus der Luft. Als Produkte entstehen Wasser, Strom und Wärme. Diese chemische Reaktion wird auch als „kalte Verbrennung" bezeichnet.

Vor- und Nachteile

Generell haben Brennstoffzellen zahlreiche Vorteile. Hervorzuheben ist natürlich die gleichzeitige Erzeugung von elektrischer Energie und Wärme. Das ist aber nicht der einzige Pluspunkt dieser innovativen Anlagen:

+ Energiegehalt des Brennstoffes wird fast vollständig genutzt

+ nahezu schadstoffreie Funktionsweise

+ wartungsarm 

+ hoher Wirkungsgrad 

+ hohe staatliche Zuschüsse: Grundbetrag 5.700€

 

Daneben sollten Sie aber auch die Nachteile im Auge behalten. So decken Heizung auf Basis von Brennstoffzellen nur den Grundbedarf an Wärme. Herkömmliche Öl- oder Gas-Kesselanlagen können daher nicht eins zu eins ersetzt werden. In den Brennstoffzellen ist daher in der Regel bereits ein Gas-Brennwertkessel integriert.

Die Nachteile auf einen Blick:

- hohe technische Anforderungen

- hohe Kosten: 25.000-35.000€

- vergleichsweise wenig Erfahrung im Betrieb 

- deckt ausschließlich den Grundbedarf an Wärme und Strom 

Geschichte der Brennstoffzelle

Wie bereits erwähnt ist die Technologie der Brennstoffzellen nicht neu, sondern wurde in der Vergangenheit bereits öfters verwendet. In den 1960er Jahren wurden Brennstoffzellen beispielsweise in der Raumfahrt genutzt. Darauffolgend wurde das Potenzial der Technologie in den 1990er Jahren so richtig erkannt. Durch Brennstoffzellen sollten in Zukunft Hochspannungsleitungen und Großkraftwerke überflüssig werden. 

Doch die technischen Anforderungen und hohen Kosten bremsten den massenhaften Einsatz der Anlagen. Heute greift man vor allem in der Automobilindustrie auf die Technologie zurück. Honda und Toyota haben beispielsweise schon Wasserstoffautos auf den Markt gebracht. Neben dem schadstoffarmen Betrieb haben diese Autos einen entscheidenden Vorteil gegenüber Elektroautos. Die Batterien in Elektroautos sind maximal 400 Kilometer gut. Bei Wasserstoffautos können durch einen entsprechend großen Tank weitaus längere Strecken zurückgelegt werden

In Zukunft gilt es Alternativen für den verwendeten Brennstoff zu nutzen. Der Reformer wird schließlich durch konventionelles Erdgas betrieben. Könnte man reinen Wasserstoff nutzen und auf den Betrieb des Reformers verzichten würde die Reaktion noch klimaneutraler ablaufen.

19.09.2018 Schimmel entfernen

 

Richtiges Lüften ist die beste Möglichkeit, um Schimmelbildungen vorzubeugen. Wenn es jedoch schon zu spät ist hat sich möglicherweise bereits Schimmel an gewissen Stellen festgesetzt. In solchen Fällen sollten Sie so schnell wie möglich reagieren und die entsprechenden Stellen bekämpfen. 

Schließlich sind die Sporen und Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes gesundheitsschädigend und die Erscheinungsform ist für jeden Hausbesitzer ein Horrorszenario.

Wir stellen Ihnen daher die wichtigsten Informationen zur Bekämpfung der unerwünschten Nebenerscheinungen auf. Dabei gehen wir sowohl auf neue als auch ältere Befälle ein. 

Beim neuen Befall 

Am Besten ist es, wenn Sie den Schimmelpilz so schnell wie möglich entdecken. In diesem Fall reicht meistens eine oberflächliche Behandlung aus, um die Sporen zu entfernen. Auf chemische Mittel sollten Sie wegen der möglichen Gesundheitsgefährdung nur im Notfall zurückgreifen, wenn beispielsweise eine fortschreitende Schimmelbildung zunächst nicht verhindert werden kann. 

Allgemein werden folgende Reinigungsmittel beim frischen Befall empfohlen 

  • alkoholhaltige Reinigungsmittel --> weitgehend ungefährlich bei oberflächlichen Sporenbeseitigung 

Auf zu hohe Konzentrationen bei Ethanol (Dämpfe ab 80%) und Wasserstoffperoxid (drei bis zehn Prozent) sollten Sie verzichten.

  • fünfprozentige Sodalösung --> ungefährlich für oberflächliche Bekämpfung 
  • chemische Schimmelentferner (bspw. Anti-Schimmel-Mittel mit Chlorwirkstoffen) --> wegen möglicher Gesundheitsgefährdung nur in Notfällen anzuwenden

Bei älteren Befällen

Ist der Befall bereits länger her ist der Schimmelpilz womöglich schon in Anstriche und Tapete eingedrungen, sodass die Mittel zur oberflächlichen Bekämpfung den Befall nicht mehr stoppen können. In solchen Fällen kommen Sie um die Beauftragung eines Sachverständigen nicht herum. 

Nachdem der Schimmelpilz komplett entfernt wurde gilt es der Ursache auf den Grund zu gehen. Ansonsten beginnt das Spiel von vorne und an entsprechender Stelle entsteht der Pilz womöglich erneut.

Die häufigsten Ursachen auf einen Blick:

  • schlechte Abdichtung der Mauern 
  • erhöhte Feuchtigkeitsproduktion im Innenraum (bspw. durch Pflanzen, Wäsche oder Dusch-Nässe)
  • falsche Belüftung 
  • nicht ausreichende Beheizung 

Vorbeugungsmaßnahme

Für die Erneuerung der betreffenden Stelle sollten Sie keine Tapete benutzen, da dadurch ein optimaler Nährboden für Schimmelpilzsporen geschaffen wird. Als Alternative bieten sich anorganische Materialien als Farbanstrich an (Kalkputz, Kalkputz-Mineral-Farbanstriche). Diese sind zwar etwas teurer, aber auch dampfdurchlässiger, sodass ein höherer Schutz vor potenziellen Schimmelbildungen besteht.

03.09.2018 Richtiges Lüften

 

Um Feuchtigkeitsprobleme im Haushalt in den Griff zu bekommen, reicht es oft schon aus das eigene Lüftungsverhalten anzupassen. Neben Feuchtigkeitsansammlungen mit unerwünschten Nebenerscheinungen werden auch erhöhte Heizkosten durch ein falsches Lüftungsverhalten bedingt.  

Unabhängig davon, ob beim Kochen in der Küche, Wäsche waschen im Keller oder Duschen im Badezimmer. Feuchtigkeit macht in keinem unserer Räume halt. Daher sollten Sie einen gewissen Teil der dabei entstehenden Feuchtigkeit so schnell wie möglich aus dem Haus bekommen. 

Ein gewisser Feuchtigkeitsanteil muss jedoch in allen Räumen vorherrschen. Schließlich reizt trockene Luft die Schleimhäute und Atemwege. 

Wir haben Ihnen in diesem Zusammenhang die wichtigsten Tipps zum Lüften zusammengefasst:

Richtiges Lüftungsverhalten 

  • Regelmäßiges Lüften

Durch die vielfältigen Feuchtespitzen in unserem Haushalt (Pflanzen, Wäsche, etc) wirkt das regelmäßige Lüften vorbeugend gegen übermäßige Feuchtigkeitsansammlungen. 2-4 mal pro Tag wird dabei empfohlen. 

  • Bad/Küche --> öfters Lüften 

Insbesondere in Bad und Küche ist der Feuchtigkeitsanteil sehr hoch. Daher empfiehlt es sich in diesen Räumen auch öfters zu Lüften als in den anderen. Die Türen zu benachbarten Räumen sollten dabei stets geschlossen sein, sodass die Feuchtigkeit nicht in der ganzen Wohnung verteilt wird.

  • Dauerlüften mit gekipptem Fenster vermeiden.

Lüften Sie lieber kürzer durch stoß lüften als das Fenster den ganzen Tag gekippt zu halten. Vor allem im Winter gehen damit hohe Energieverluste einher. Besser ist es, wenn Sie beispielsweise morgens und abends die Fenster in den entsprechenden Räumen für 5-10 Minuten richtig öffnen.

  • Querlüften 

Hinsichtlich des Stoßlüften nimmt auch das Querlüften eine hohe Bedeutung ein. Öffnen Sie dazu gleichzeitig die Fenster und Türen von benachbarten Räumen, um einen optimalen Luftaustausch zu erzielen.

  • Heizung ausschalten

Dieser Tipp ist eigentlich weit verbreitet. Trotzdem wird in zahlreichen Haushalten die Heizung im jeweiligen Raum nicht ausgeschaltet, wodurch wertvolle Wärme verloren geht. Insbesondere im Winter steigen durch diesen Fehler die Heizkosten enorm an. 

  • Außenwände im Schlafzimmer frei halten

Im Schlafzimmer ist es vor allem im Winter oft kälter als in den übrigen Räumen. Die kalten Außenwände bieten daher einen optimalen Nährboden für Feuchtigkeitsansammlungen. Ein gewisser Mindestabstand (10cm) zwischen Wand und Möbel sollte eingehalten werden, um auch an diesen gefährdeten Stellen eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten. 

Tipp

Kondenswasser an Fensterscheiben ist meist ein Zeichen für falsches Lüft bzw. Heizverhalten. Dort lagert sich die Feuchtigkeit ab, wenn sie nicht durch richtiges Lüften aus dem Fenster gelassen wird. Das Kondenswasser sollte folglich stets weggewischt werden. 

22.08.2018 Wasseraufbereitungsanlagen

 

Denken Sie mal über Ihren täglichen Wasserbedarf nach. Der Konsum von frischem Wasser beginnt bereits unmittelbar nach dem Aufstehen. Sei es eine kalte Dusche zum wach werden, oder das Aufkochen von heißem Wasser für einen morgendlichen Kaffee.

Neben den Elektrogeräten findet das Wasser aus dem Hahn aber  auch als Trinkwasser immer häufiger Verwendung. In den meisten Haushalten steht das Wasser schließlich in einwandfreier Qualität zur Verfügung, sodass keine Bedenken beim Konsum aufkommen. 

Doch warum bestehen auch heute noch Bedenken an der Qualität von Leitungswasser? Und was können Sie gegen bestehende Mängel unternehmen? 

Wir geben den Überblick: 

Bedeutung der Wasseraufbereitung

Oftmals hat das Wasser aus dem Hahn einen eigenartigen Geruch und wirkt nicht ganz sauber. Dieses Problem lässt sich auf unterschiedliche Ursachen zurückführen:

  • Stagnationswasser --> vor dem Konsum immer kurz kaltes Wasser laufen lassen 
  • veraltete Rohrsysteme in Altbauten --> Rostpartikel und Schmutz gelangen ins Leitungswasser 

Hinsichtlich der kommunalen Wasseraufbereitung weist die DIN-Norm 2000 strenge Vorschriften auf. Das Problem liegt dabei meistens nicht am Transport des entsprechenden Trinkwassers. Bis zum Haus entspricht das Wasser durch umfangreiche Kontrollen in der Regel höchsten Qualitätsansprüchen.

Im Haus fließt das Wasser jedoch in Altbauten dann häufig durch veraltete Rohrsysteme, wodurch Verunreinigungen auftreten können.

Eine Wasseraufbereitungsanlage stellt in diesem Zusammenhang möglicherweise eine geeignete Lösung dar, um Schadstoffe zu entfernen und die Wasserqualität somit maßgeblich zu verbessern.

Arten der Wasseraufbereitung 

Wasseraufbereitung ist in unterschiedlichen Varianten durchführbar. Wir zeigen welche Verfahren in Betracht gezogen werden können:

  • mechanische Aufbereitung (bspw. Siebe oder Filter)
  • Membranverfahren (Umkehrosmose, Nano- Mikro und Ultrafiltration)
  • chemische Verfahren (Oxidation, Desinfektion, Flockung)

Neben herkömmlichen Filtern finden vor allem Membranverfahren in der Wasseraufbereitung Anwendung. Dabei handelt es sich um eine Feinreinigung ohne Anwendung von Chemikalien. Neben der Trinkwasseraufbereitung werden diese Verfahren auch in der Nahrungsmittelindustrie oder der Pharmazie eingesetzt. 

Die Stoffströme durch die Membran basieren grundsätzlich auf Druck- oder Konzentrationsunterschieden zwischen den beiden Membranseiten. Dabei werden unerwünschte Stoffe selektiv zurückgehalten, wohingegen ungefährliche Inhalte hindurchströmen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Filtern reicht die Trennwirkung bis zum molekularen Bereich, sodass auch höhermolekulare von niedrigmolekularen Stoffen getrennt werden können. 

16.08.2018 Abwasserhebeanlagen

 

Bei Sanitäreinrichtungen spielt die Entwässerung eine wichtige Rolle (bspw. Toilette, Dusche oder Waschtische). Im Normalfall geschieht dies problemlos über ein gewisses Gefälle zum zentralen Abwasserkanal. Doch insbesondere im Keller befinden sich die Einrichtungsgegenstände häufig weit unterhalb der sogenannten „Rückstauebene", sodass das Rohrsystem des Kellers unterhalb der Abwasseranlage der Straße liegt. In solchen Fällen kann das Abwasser nicht ablaufen. Eine Abwasserhebeanlage schafft Abhilfe. 

Doch was ist mit der Rückstauebene gemeint? Und wie funktionieren Abwasserhebeanlagen überhaupt?

Wir geben den Überblick:

Rückstauebene

Als Rückstauebene bezeichnet man das Höhenniveau über das Abwasser gefördert wird, bevor es zum Abwasserkanal gelangt. Oft ist es dabei identisch mit dem Straßenniveau. Eine Abwasserhebeanlage pumpt dabei durch ein kluges Funktionsprinzip das Wasser über dieses Niveau, um das natürliche Gefälle für den Abtransport zu erreichen.

Einsatzfelder

Wie bereits erwähnt treten die Anlagen oft in Kellerräumen oder Dachgeschossen auf. Dabei sind sie stets erforderlich, wenn

  • Räume zu Wohnzwecken genutzt werden (Einliegerwohnung)
  • wichtige Wirtschaftsgüter im Keller gelagert werden
  • auf die Ablaufstellen nicht verzichtet werden kann (Gaststätten-WC)
  • Regenwassersammelbehälter überlaufen, die in einen Mischwasserkanal eingeleitet werden 

Komponenten und Funktionsweise

Die wichtigsten Komponenten der Anlage:

  • Sammelbehälter mit integriertem Motor und Pumpe
  • Schieber im Zulauf und Abgang
  • Rückstauschleife 
  • Rückschlagklappe 
  • Druckleitung
  • Fallleitung 
  • Handmembranpumpe
  • Lüftung 

Zunächst gelangt das Abwasser in den Sammelbehälter, über den es bei ausreichendem Wasserstand mithilfe der Pumpe durch die Druckleitungen über die RSTE gepumpt wird. Über die Rückschlagklappe gelangt es schließlich in die Fallleitung. Von dort aus fließt es abschließend in den zentralen Abwasserkanal.

Wichtig ist dabei, dass die Rückstauschleife oberhalb der RSTE liegt. Dadurch kann das Abwasser, wie im Normalfall durch ein gewisses Gefälle abtransportiert werden. Die Rückschlagklappe verhindert in diesem Zusammenhang am Hebeanlagenabgang das Leerlaufen der Rückstauschleife.

Die Schieber im Zulauf und Abgang trennen die Anlage ordnungsgemäß vom System und gewährleisten einen gewissen Schutz bei notwendigen Wartungsarbeiten.

Optional kann mithilfe einer Handmembranpumpe bei Reparaturen oder Stromausfällen eine Notentleerung vorgenommen werden.

Die Lüftungsanlage ist beim Befüllen und Entleeren des Behälters für die Entlüftung zuständig. Bei Anlagen nach DIN EN 1250-1 muss die Entlüftung über Dach erfüllt werden. Im Gegensatz dazu können Anlagen nach DIN EN 1250-2 bzw. 1250-3 auch im Aufstellort entlüftet werden.

10.08.2018 Legionellenbildung im Trinkwasser

 

Das Trinkwasser ist ein Gut, das jedem Menschen jederzeit kostengünstig und in angemessener Qualität zur Verfügung stehen sollte. Daher müssen höchste hygienische Ansprüche eingehalten werden, um jegliche Ansammlungen von Bakterien so gering wie möglich zu halten. Dabei können vor allem sogenannte „Legionellen" zu gesundheitlichen Schäden führen. Bei älteren oder geschwächten Menschen enden die Krankheiten schlimmstenfalls sogar tödlich. 

Doch was sind überhaupt „Legionellen"? Und welche Maßnahmen können Sie zur Reduzierung der Legionellenkonzentration ergreifen? 

Wir geben den Überblick:

Legionellen

Es handelt sich hierbei um stäbchenförmige Bakterien, die in gewissen Konzentrationen im Süßwasser vorkommen. Gesundheitgefährdend werden sie erst, wenn eine bestimmte Konzentrationsmenge überschritten wird. Dabei gedeihen die Bakterien bei Temperaturen zwischen 30 und 45 Grad besonders gut und vermehren sich insbesondere in stehendem Wasser. Bei kälteren oder wärmeren Wassertemperaturen wird das Risiko der Vermehrung deutlich vermindert. So sind die Bakterien ab einer Temperatur von 60 Grad nicht mehr lebensfähig. 

Ursachen für übermäßige Konzentration

Laut der Trinkwasserverordnung muss das Wasser aus dem Hahn rein und genusstauglich sein und somit bestimmte Standards erfüllen. Legionellen treten dabei in bestimmten Mengen natürlicherweise in Süßwasser auf. Doch bestimmte Bedingungen schaffen dabei einen perfekten Nährboden für die Vermehrung. Die wichtigsten Ursachen für Legionellenbildungen auf einen Blick:

  • Abschalten der Warmwasserbereitung im Sommer --> optimaler Nährboden für Legionellen
  • Stehendes Wasser --> schnellere Vermehrung der Bakterien 
  • Überdimensionierte Warmwasserspeicher/Rohrleitungen --> längere Stagnationszeiten des Wassers
  • Verwendung ungeeigneter Materialien bei Rohrleitungen (bspw. verzinkte Rohrleitungen)

Maßnahmen zur Reduzierung des Vermehrungsrisiko 

Durch gewisse Kleinigkeiten können Sie das Vermehrungsrisko von Legionellen bereits entscheidend reduzieren. So sollten Sie beispielsweise unbedingt länger stehendes Wasser vermeiden und einen regelmäßigen Wasserfluss gewährleisten. Somit ist bei hohen Bakterienkonzentrationen nicht zwangsläufig ein Umbau nötig. 

Was Sie weiterführend vorbeugend machen sollten: 

  • Aufrechterhalten hoher Temperaturen im Warmwasserspeicher 
  • „Urlaubsmodus" moderner Heizungsanlagen bei Abwesenheit einstellen --> regelmäßiges Erhitzen des Warmwasserspeichers zur Abtötung von Bakterien 
  • Wärmedämmung der Leitungen und Armaturen --> Schutz vor ungünstigen Temperaturen
  • fachgerechte Planung und Ausführung der Anlagen 
  • regelmäßige Überprüfung der Wasserqualität --> in öffentlichen Einrichtungen ist eine jährliche Kontrolle bereits vorgeschrieben 

Krankheiten

Infektionen fängt man sich nicht durch das Trinken des Wassers, sondern durch das Einatmen legionellenhaltiger Wasserdämpfe ein. Das Ausmaß der Erkrankung hängt entscheidend von der körperlichen Verfassung der Betroffenen ab. Dabei sind zwei unterschiedliche Krankheiten bekannt:

  • „Pontiac Fieber"

Diese Krankheit ähnelt einer Grippe, sodass bekannte Symptome, wie beispielsweise Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall oder Husten auftreten. Sie ist leicht heilbar und bisher sind keine Todesfälle bekannt.

  • „Legionärskrankheit"

Schwerwiegendere Folgen kann die sogenannte „Legionärskrankheit" ausrufen. Sie tritt in Form einer Lungenentzündung in Erscheinung und kann bei älteren und körperlich geschwächten Menschen auch tödlich enden. Die Symptome sind häufig nicht vom Pontiac-Fieber zu unterscheiden, sodass sie als meldepflichtig gilt. 

09.08.2018 Heizen mit Holz

Alternative zu konventionellen Energieträgern:

Im Hinblick auf die steigenden Preise der konventionellen Energieträger Öl und Gas, haben sich einige Alternativen bei der Heiztechnik herausgebildet. Eine große Vielfalt bietet beispielsweise das Heizen mit Holz. Die Vorteile liegen auf der Hand: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, wobei die klimaneutrale Verbrennung zum Schutz der Umwelt beitragen kann. Außerdem erlangen Sie eine gewisse Unabhängigkeit von den schwindenden fossilen Energiequellen. Wir geben einen Überblick über die unterschiedlichen Einsatzgebiete und Arten der entsprechenden Heizungsanlage:

Einzelraumbefeuerung

Diese Anlagen sind auf das Beheizen einzelner Räume ausgelegt. Dadurch wird das zentrale Heizsystem bei der Deckung des jeweiligen Wärmebedarfs unterstützt. Das wohl bekannteste Beispiel ist der Kamin. Neben der angenehmen Wärme erhält man dadurch den berüchtigten „Lagerfeuereffekt" ins eigene Wohnzimmer. Aber auch andere Anlagen tragen zur Wohlfühlatmosphäre bei: 

  • Kachelöfen
  • Dauerbrandöfen
  • moderne Pelletöfen 

Als zentrales Heizsystem eignen sich diese Anlagen jedoch nicht. Wärme wird hier nämlich in Form von Strahlungswärme abgegeben, wodurch maximal zwei benachbarte Räume beheizt werden können. Anlagen zur Einzelraumbefeuerung dienen also eher als Zusatzheizung, die den Komfort im entsprechenden Raum maßgeblich erhöhen. 

Zentralbefeuerung

Im Gegensatz dazu eignen sich Holzzentralheizungen auch zur Beheizung des gesamten Wohnraumes. Beachten sollte man, dass dabei der Platzbedarf höher ausfällt als bei Einzelraumlösungen. Schließlich benötigt man neben dem Heizkessel auch Platz für den Pufferspeicher und Warmwasserboiler. Die Befeuerung kann dabei entweder per Hand oder mechanisch von statten gehen. Erhöhten Komfort verspricht hier vor allem die mechanische Befeuerung, da hier der Kessel bei Bedarf automatisch mit neuem Holz versorgt wird. Hinsichtlich der Art des Kessels gibt es auch Unterschiede:

  • Naturzugkessel 
  • Holzvergaserkessel 
  • Hackschnitzel/Pelletkessel 

Dabei ist ein Pufferspeicher insbesondere bei Naturzugkesseln und Holzvergaserkesseln notwendig. Dadurch kann überschüssige Heizenergie aufgenommen werden, um diese bei Bedarf wieder abzugeben. Hackschnitzel- und Pelletkessel punkten vor allem durch die automatische Befeuerung und können den Komfortansprüchen konventioneller Öl- und Gasheizungen gerecht werden.

Fazit

Das Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen ist insbesondere im Hinblick auf die Knappheit der fossilen Energiequellen empfehlenswert. Dabei haben Sie bei der Auswahl der entsprechenden Anlage die Qual der Wahl. Unabhängig davon, ob Sie auf der Suche nach einem zentralen Heizsystem sind oder nur einzelne Räume beheizen wollen. Heizen mit Holz hat für jeden Geschmack die passende Lösung. So leisten Sie persönlich einen Beitrag zum Schutz der Umwelt und profitieren auf lange Sicht auch von Kosteneinsparungen. 

07.08.2018 Hydraulischer Abgleich

Optimierung der Heizungsanlage durch hydraulischen Abgleich:

Der jährliche Energieverbrauch und die Heizkosten hängen insbesondere von der Effektivität der Wärmeverteilung ab. Bei falsch eingestellter Heizungsanlage werden dabei beispielsweise Räume in Heizkesselnähe überhitzt. Demgegenüber bleiben weiter entfernte Zimmer kalt. Häufig sollen dann überdimensionierte Heizungspumpen und höhere Vorlauftemperaturen am Heizkessel für eine gleichmäßige Wärmeverteilung in allen Räumen sorgen. Dadurch steigen jedoch die Heizkosten aufgrund des erhöhten Energieverbrauches und die Überversorgung mit Heizwasser bringt störende Fließgeräusche hervor.

Hydraulischer Abgleich 

Um eine einwandfreie Funktion Ihrer Heizungsanlage zu garantieren sollten Sie den sogenannten „hydraulischen Abgleich" durchführen lassen. Der Fachmann ermittelt dabei die Heizlast der einzelnen Räume, um jeden Heizkörper mit der richtigen Menge an Heizwasser zu versorgen. Es werden folglich nur die Wärmemengen bereitgestellt, die auch benötigt werden. 

Die Vorteile des hydraulischen Abgleichs auf einen Blick: 

  • optimierte Wärmeverteilung im Haushalt 
  • erhöhter Wohnkomfort 
  • Vermeidung von störenden Fließgeräuschen 
  • Wirtschaftlichkeit --> geringere Energiekosten durch bedarfsgerechtes Heizverhalten 
  • Voraussetzung für Fördermittel der KfW Förderbank 

Ermittlung relevanter Daten

Um die Heizlast der einzelnen Räume zu bestimmen und somit die Zuführungen an erhitztem Wasser bedarfsgerecht zu regeln, müssen zunächst wichtige Daten der Heizungsanlage ermittelt werden. Dazu zählt beispielsweise die Anzahl und Dimensionierung der Heizkörper. Außerdem ist für die optimale Druckverteilung im Gebäude die Anzahl der Stockwerke von hoher Bedeutung. 

Fazit

Der hydraulische Abgleich wird zwar nicht vorgeschrieben, sollte aber unbedingt einmal durchgeführt werden. Unstimmigkeiten bezüglich der Wärmeverteilung gehören damit der Vergangenheit an. Das erhitzte Wasser wird bedarfsgerecht an die Heizkörper der einzelnen Räume verteilt. Zudem gilt ein Nachweis des Abgleiches als Voraussetzung für staatliche Fördermittel. Bei der nächsten Modernisierung der Heizungsanlage bleiben Sie somit nicht alleine auf Ihren Kosten sitzen.

03.08.2018 Holzsorten für den Kamin

 

Ein Ofen in den eigenen vier Wänden schafft an kalten Tagen die optimale Wohlfühlatmosphäre. Dabei ist vor allem die Auswahl des Holzes entscheidend für die Intensität und Art des Feuers. In modernen Holzfeuerungsanlagen wird Holz in verschiedenen Formen verbrannt. Von klassischen Scheitholz- und Rundholzstücken über Holzpellets- und Briketts bis zu Sägemehl. Bei den Brennmaterialien haben Sie heute quasi die Qual der Wahl. 

Wir geben Ihnen einen Überblick über die unterschiedlichen Holzsorten. 

Eigenschaften des Holzes

Prinzipiell lassen sich alle unsere heimischen Baumarten verheizen. Doch die Effizienz der einzelnen Holzsorten wird insbesondere durch drei Merkmalen  geprägt: 

  • Das Trocknungsverhalten 
  • Der Brennwert 
  • Das Flammenbild

Verbreitete Holzsorten

Die einzelnen Holzsorten weisen ihrerseits bestimmte Vor- und Nachteile auf. In Deutschland kommt beispielsweise häufig Holz von Laubbäumen zum Einsatz. Es hat einen hohen Brennwert und erzeugt somit eine angenehme Wärme im entsprechenden Raum. Im Gegensatz dazu wird beispielsweise Nadelholz eher als Anzündeholz benutzt. Dieses lässt sich leicht entzünden, sodass ein Feuer schnell in Gang kommt und Wärme erzeugt wird. Es brennt jedoch auch schnell herunter und ist daher für die längere Nutzung nicht geeignet. Daneben gibt noch viele weitere Holzsorten: 

  • Buchenholz 

Das Holz der Buche ist der Brennholz-Klassiker in unseren Breiten. Es besticht durch einen hohen Brennwert. Außerdem lässt es sich gut spalten und brennt ruhig und gleichmäßig. Einziger Nachteil: Es trocknet verhältnismäßig langsam und sollte daher in nicht zu dicke Scheite gespalten werden. 

  • Eichenholz 

Die Eiche besitzt seit jeher den Status eines sehr robusten und widerstandsfähigen Baumes. Es wird daher unter den europäischen Holzsorten sehr geschätzt. Vergleichbar mit Buchenholz besitzt auch Eichenholz einen hohen Brennwert. Bei der Verbrennung sollten Sie jedoch darauf achten, dass das Holz gut getrocknet ist. Durch den hohen Anteil an Gerbsäure kann feuchtes Eichenholz zur Versottung des Schornsteins beitragen. 

  • Birkenholz 

Birkenholz liegt hinsichtlich des Brennwertes leicht unter dem Holz der Buche und Eiche. Demgegenüber besitzt es aber andere Vorzüge. Dank der leicht entzündlichen Rinde gelingt das Anfeuern mit diesem Holz problemlos. Zudem entstehen bei der Verbrennung kaum Funken für ein schönes Flammenbild.

  • Lärchen- und Fichtenholz

Diese Holzsorten sind sehr harzhaltig. Die Verbrennung erfolgt daher nicht ohne erkennbare Nebeneffekte. Ein charakteristisches Knistern mit Funkenflug ist bei diesen Holzsorten Standard. Die Brennwerte liegen noch etwas unter dem der Birke. Insbesondere Fichtenholz ist jedoch für die Anzündung optimal geeignet und punktet durch einen geringen Preis.

Fazit

Die Vielfalt der Holzsorten lässt auch der Kreativität bei der Verbrennung freien Lauf. So können Sie beispielsweise Fichtenholz als Anzündeholz benutzen, um das Feuer in Gang zu bringen. Danach sorgt Eichen- oder Buchenholz für ein intensives, gleichmäßiges Feuer. Dem Lagerfeuereffekt im Wohnzimmer steht somit nichts mehr im Weg. 

Eine Brennwerttabelle der einzelnen Holzsorten finden Sie hier.

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