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01.08.2018 Sicherheit im Alter- Barrierefreies Bad

Bereits heute an die Bedürfnisse von morgen denken:

Barrierefreie Badezimmer rufen bei einigen falsche Vorstellungen auf. Sie werden häufig ausschließlich auf die seniorengerechte Nutzung reduziert, wobei die genauen Voraussetzungen der Barrierefreiheit den wenigsten bekannt sind. Dabei hat ein barrierefreies Bad zahlreiche Vorteile. Es erleichtert einerseits älteren in der Mobilität eingeschränkten Personen die alltäglichen Vorgänge. Andererseits müssen Sie aufgrund der heutigen gestalterischen Möglichkeiten keine Abstriche in punkto Design und Ästhetik machen und können durch staatliche Förderungen Unterstützung bei der Umgestaltung erhalten. 

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Anforderungen an ein barrierefreies Badezimmer:

Abmessungen

Grundlegend gilt es die Norm „Din 18040" zur Barrierefreiheit zu beachten. Dabei regelt Teil 2 der Norm „DIN 18040-2" die Anforderungen, die ein barrierefreies Badezimmer im Wohnungsbau erfüllen muss. Im Gegensatz dazu befasst sich Teil 1 „DIN 18040-1" mit den Anforderungen im öffentlichen Bereich. Im Hinblick auf den erhöhten Platzbedarf im altersgerechten Badezimmer sollten Sie folgende Abmessungen einhalten: 

  • Freiraum zwischen Sanitärelementen: mindestens 20 cm 
  • Abstand von Sanitärobjekten zur Wand: mindestens 20 cm 
  • Bewegungsfreiraum vor Sanitärobkjekten: mindestens 120x120 cm 
  • Türbreite: mindestens 90 cm 

Innen verschlossene Türen sollten zur Sicherheit ebenfalls von außen geöffnet werden können. Zu den oben genannten Sanitärobjekten gehören Waschtische, Duschen oder Wcs. 

Dusche/Badewanne

In öffentlichen und gewerblichen Bereichen sind barrierefreie Duschen oder Badewannen bereits Standard. Dabei gilt es bei der Planung auf die Einzelheiten zu achten:

  • stufenlos begehbar 
  • rutschhemmender Bodenbelag --> größere Sicherheit in Nassbereichen 
  • Haltegriffe und Stützgriffe integrieren 
  • klappbarer Duschsitz (46-48 cm Höhe) --> hochklappbare Armlehnen und Rückenlehne 
  • Gefälle bis zu 2% --> Vermeidung von Pfützenbildungen 

Waschtisch

Auch hinsichtlich des Waschebeckens sollten in der Mobilität eingeschränkte Personen gewisse Anforderungen erfüllen. 

  • seitliche Stützhilfen (mind. 100 kg Last) --> übernehmen zusätzlich Funktion des Handtuchhalters 
  • unterfahrbarer Waschtisch für Rollstuhlfahrer 
  • Spiegel über Waschbecken (mindestens 100 cm Höhe)
  • Armatur: langer, ergonomisch geformter Hebel als Bedienelement empfehlenswert
  • höhenverstellbare Waschtische empfehlenswert 

Zusätzlich dazu können berührungslose Armaturen eine Überlegung wert sein. Dabei wird der Wasserfluss durch das Halten der Hand in die Nähe des Näherungssensors automatisch ausgelöst. Für Sehbehinderte sollte man sich hingegen auf Einhebelarmaturen beschränken. 

Barrierefreies WC

Die eigenständige Nutzung der Toilette stellt in der Beweglichkeit eingeschränke Personen teilweise vor große Probleme. Daher beinhaltet die „DIN 18040" auch für das WC gewisse Mindestanforderungen: 

  • Höhe des WC Sitzes: 46-48 cm 
  • Stützgriffe auf beiden Seiten (hochklappbar)
  • Rückenlehne (55 cm Abstand zur WC-Vorderkante)
  • Toilettenpapierhalter und Spülung per Hand im sitzen erreichbar (Bedienelemente in Stützgriffe integrieren)

Alternativ zu herkömmlichen manuell bedienbaren Toiletten sind Dusch WCs ein Überlegung wert. Diese übernehmen durch regulierbare Wasserstrahlen und einen Trockenluftföhn die Toilettenhygiene. Dabei ist jedoch mit höheren Kosten zu rechnen. Eine Investition soll daher gut überlegt sein. 

Nähere Informationen über die einzelnen Ansprüche an ein barrierefreies Badezimmer sowie die entsprechenden Abmessungen hinsichtlich der Norm „DIN 18040-2" erhalten Sie hier.

27.07.2018 Funktionsweise einer Abluftwärmepumpe

 

Wärmepumpen sind insbesondere aufgrund ihrer nachhaltigen Betriebsweise als Wärmeerzeuger zu empfehlen. Dabei kann die Energie durch unterschiedliche Energiequellen bereitgestellt werden. In unserem Grundlagenartikel haben wir uns diesbezüglich bereits mit der Wärmeerzeugung durch die Wärmeenergie der Außenluft, des Grundwassers und des Erdreiches beschäftigt. 

Doch neben den herkömmlichen Energiequellen kann eine Wärmepumpe alternativ auch mit der Abluft eines Gebäudes betrieben werden. Wie eine solche Anlage funktioniert? Welche Vor- und Nachteile sie im Vergleich zur Luft-Wasser-Wärmepumpe hat? Und wo sie bevorzugt eingesetzt wird?  

Wir geben Antworten auf die wichtigsten Frage:

Funktionsweise

Eine Abluftwärmepumpe basiert grundsätzlich auf dem Funktionsprinzip einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Ein wesentlicher Unterschied: Die Wärme wird nicht der Außenluft entzogen, sondern stammt aus der verbrauchten Abluft. 

In einem ersten Schritt wird die Abluft durch eingebaute Ventilatoren angesaugt und an den Wärmeüberträger (Verdampfer) weitergeleitet. Dieser entzieht der Abluft ihre erhaltene Wärme, welche auf das sogenannte „Kältemittel" übertragen wird. Durch die Wärmeübertragung verdampft das Kältemittel und liegt folglich in einem gasförmigen Zustand vor

Danach gelangt das entstehende Gas in einen Verdichter und wird komprimiert, wodurch es sich stetig erwärmt. Das erhitzte Gas gibt schließlich die Wärme an den Heiz- und Brauchwasserkreislauf ab und verflüssigt sich wieder.

In einem letzten Schritt sorgt ein Expansionsventil dafür, dass sich das noch unter Druck stehende Kältemittel entspannt. Der Kreislauf kann von vorne beginnen.

Vor- und Nachteile 

+ Abluft ist vor allem im Winter wesentlich wärmer als die Außenluft --> niedrigerer Stromverbrauch für Verdichter 

+ mehr Feuchtigkeit als Außenluft --> aus entstehendem Kondeswasser kann Kondensationswärme gewonnen werden

- Abluft nur begrenzt verfügbar 

Einsatzbereiche

  • Wohnbereich:

Im Wohnbereich kommen die Anlagen vor allem in energieeffizienten Häusern oder kernsanierten Altbauten zum Einsatz. Dabei stehen sie häufig in Kontakt mit Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Diese entziehen der Abluft Wärme und geben sie an die zuzuführende Luft ab. Dadurch entsteht ein entscheidender Nachteil für die Wärmepumpe.  Die Abluft ist nun relativ kalt und hat für die Anlage eine geringere Wärmeleistung. Trotzdem kommen Abluftwärmepumpen häufig in energiesparenden Häusern zum Einsatz, da dort schließlich auch der Wärmebedarf geringer ist als in nicht sanierten Altbauten. 

  • Gewerbe- und Industriebereich

Auch in Gewerbe- und Industrieanlagen können Abluftwärmepumpen zum Einsatz kommen. Insbesondere in Maschinenräumen sind die Anlagen aufgrund der hohen Innentemperaturen sehr effektiv.

25.07.2018 Steuerung der Gebäudetechnik

KNX-Technologie - smarte Steuerung der Gebäudetechnik

Die Digitalisierung des Alltags erhöht nicht nur unsere Komfortansprüche, sondern trägt auch zu einer erhöhten Sicherheit im eigenen Haus bei. Dabei ist bei der Etablierung eines smarten Haushalts die Steuerung der Gebäudetechnik von hoher Bedeutung. Verschiedene Elemente, wie beispielsweise die Heizung, das Licht oder die Jalousien, können dabei zentral gesteuert werden. Durch mobile Endgeräte können Sie dabei bereits von unterwegs aus die Heizung hochfahren und die entsprechenden Lichtverhältnisse nach einem anstrengenden Arbeitstag einstellen. 

In unserem Blogbeitrag: „Apple HomeKit als zentrale Steureinheit" haben wir uns bereits mit einer Steuerzentrale für die smarten Elemente im Haushalt auseinandergesetzt. 

Doch auch diverse andere Hersteller bieten diesbezüglich hochwertige Lösungsmöglichkeiten an.

In diesem Zusammenhang ist die „KNX-Technologie" von Gira hervorzuheben. Diese dient zur Vernetzung und Steuerung der Gebäudetechnik. Dabei können Sie durch die Auswahl einer geeigneten Steuereinheit die Elemente der Gebäudetechnik im Haus zentral steuern. Als Steuerzentrale steht beispielsweise der „Gira G1" zur Verfügung. Als Bedienpanel an der Außenwand bietet er nicht nur eine hohe Funktionalität, sondern überzeugt auch durch ein hochwertiges Design. 

Der umfangreiche Funktionsumfang im Überblick:

  • Einfache Installation --> Anbringung auf handelsüblicher Gerätedose 
  • Steuerung durch Bedienpanel an der Außenwand --> Multitouch-Display
  • Entsprechende App (X1 App) --> Steuerung auch von unterwegs aus 
  • Ansprechendes Design mit hochwertigen Materialen 
  • Benutzerfreundliche Gestaltung --> große Schrift mit verständlichen Symbolen 
  • Sowohl im Neubau als auch bei Renovierungen einsetzbar --> drei verschiedene Unterputz-Module 

Zusätzlich zur Steuerung der Gebäudetechnik kann der „Gira G1" in Verbindung mit einem „TKS-IP-Gateway" auch als Wohnungsstation für die Türkommunikation genutzt werden. 

23.07.2018 Virtuelle Badgestaltung

Innovative gestalterische Unterstützung im Badezimmer

Bei der Gestaltung des Badezimmers ist es hilfreich, wenn man sich den fertigen Raum mit den integrierten Möbeln und Sanitäreinrichtungen vorab vorstellen kann. Dazu kann eine professionelle Skizze genutzt werden, wobei die heutige Technik qualitativ hochwertigere Lösungen hervorbringt. Mittels diverser Apps verschiedener Hersteller können Sie Ihr Badezimmer den eigenen Wünschen und Vorlieben entsprechend einrichten. Sanitäreinrichtungen und Möbel werden in dreidimensionaler Sichtweise dargestellt und können aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. 

Funktionsumfang 

Gestalterische Applikationen sollten einen gewissen Funktionsumfang besitzen, um die eigenen Vorstellungen vom virtuellen Badezimmer auf die Realität zu übertragen. Zunächst ist ein breites Angebot an Möbeln, Sanitärobjekten und Accessoires erforderlich. Diese sollten dann auch an beliebigen Stellen im Badezimmer integriert werden können, um den individuellen Vorstellungen keine Grenzen zu setzen. Zudem sind auch auf Details zu achten. Dabei spielen die Farb- und Größenverhältnisse eine wichtige Rolle. Die Produkte sollten einen flexiblen Farbverlauf haben und so realitätsnah wie möglich sein, während integrierte Möbel in unterschiedlichen Größen verfügbar sein müssen. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die benutzerfreundliche Bedienung. Laien sollten die Apps bedienen können, ohne weitere Vorkenntnisse zu besitzen. Selbstverständlich ist ein Testverlauf notwendig, um die zahlreichen Optionen zu entdecken und somit den gesamten Funktionsumfang auszuschöpfen. 

Verschiedene Apps 

Viele Hersteller sind durch Ihre Apps in dieser Kategorie den Ansprüchen der Kunden gerecht geworden und haben zahlreiche Funktionen integriert. Die virtuelle Gestaltung der Bäder lässt sich dabei kaum von der Realität unterscheiden. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Applikationen verschiedener Hersteller: 

  • „Augmented Reality App" (Villeroy&Boch) --> erhältlich im App Store und Google Play Store 
  • „Bad Berater" (Burgbad) --> nur im App Store erhältlich 
  • „Hansgrohe@home" (Hansgrohe) --> erhältlich im App Store und Google Play Store 
  • „Burgbad iPad App" --> nur im App Store erhältlich 

Die aufgelisteten Apps sind allesamt kostenlos. Nutzen Sie diese bei der nächsten Renovierung des Badezimmers, um den fertigen Raum schon vorab mit den integrierten Objekten in einer virtuellen Ansicht bestauen zu können. Unstimmigkeiten werden so bereits auf der App erkannt. Das fertige Badezimmer entspricht dann am Schluss Ihren eigenen Vorstellungen.  

18.07.2018 Lichtgestaltung im Badezimmer

 

In unserem Blogbeitrag hinsichtlich des Themas „Das Badezimmer als Wellness-Oase" haben wir uns bereits mit der Rolle des Lichtes im Badezimmer auseinandergesetzt. Dabei hat vor allem der emotionale Aspekt eine hohe Bedeutung. Die uns umgebenden Lichtverhältnisse wirken sich schließlich auf unsere Stimmungslage aus und tragen entscheidend zu Harmonie und Wohlbefinden im Raum bei.

Doch welche Lichttypen gibt es? Welche Beleuchtungsarten stehen zur Verfügung? Und welche Sicherheitsvorkehrungen sind zu beachten?

Wir geben den Überblick:

Lichttypen

Damit Licht Sanitärobjekte wahrnehmbar macht oder punktuell Akzente setzten kann, um unterschiedliche Raumatmosphären zu erzeugen, unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Lichttypen: 

  • Grundbeleuchtung --> dient zur Orientierung im Raum 
  • Zonales Licht --> Hervorhebung bestimmter Objekte im Raum 
  • Stimmungslicht --> ausgestrahltes Licht von Objekten selbst (bspw. beleuchteter Spiegelschrank)

Beleuchtungsarten

Zur Entfaltung der jeweiligen Lichtverhältnisse stehen diverse Beleuchtungsarten zur Verfügung. Sie fungieren als Lichtquelle und sind für alle möglichen Bereiche im Badezimmer erhältlich:

  • Einbauleuchten für Decken und Böden
  • Farblicht
  • Spiegelleuchten
  • Hängeleuchten
  • Wandleuchten
  • Strahler
  • Lichtbänder (Vouten)

Sicherheit

Insbesondere in Feuchträumen sind bestimmte Vorschriften hinsichtlich der Anbringung von Leuchten einzuhalten. Grundlegend kann man das Badezimmer in vier Zonen einteilen:

  • Zone 0 --> Innenbereich von Dusche und Badewanne
  • Zone 1 --> Flächen über der Dusche und Badewanne
  • Zone 2 --> Erweiterte 60cm Zone 
  • Zone 3 --> Erweiterte Sicherheitszone 

16.07.2018 Effiziente Lüftungsanlagen

„Kontrolliertes Lüften" mithilfe effizienter Lüftungsanlagen

 

Laut Energieeinsparverordnung (EnEV) muss in zu errichtenden Gebäuden ein gewisser Mindestluftwechsel bestehen. Dieser ist nicht nur aus energetische Sicht, sondern auch hinsichtlich der Gesundheit, von hoher Bedeutung. In diesem Zusammenhang lässt sich der notwendige Luftwechsel durch herkömmliches Stoßlüften kaum erzielen. Integrierte Fensterlüfter oder dezentrale Lüftungsanlagen können bei diesem Problem helfen. 

Lüftungsanlagen

Im Hinblick auf die Art des Lüften ist die „kontrollierte Lüftung" ein wichtiger Begriff. Dieser steht gegensätzlich zum manuell ausführbaren „freien Lüften" durch das Öffnen des Fensters. Dabei können Sie zwischen zwei übergeordneten Lüftungssystemen wählen:

  • dezentrale Lüftungsgeräte an der Außenwand
  • integrierte Fensterlüfter (bspw. Fenster mit Falzlüftern) 

Hinsichtlich der Fensterlüftung sorgen insbesondere luftdichte Fenster für eine verhinderte Frischluftzufuhr. Integrierte Fensterlüfter sorgen dafür, dass eine nutzerunabhängige Lüftung zum Feuchteschutz erhalten bleibt, indem verbrauchte Luft abgesaugt wird und frische Luft einströmt. Eine unkontrollierte Zuluft wird durch automatisches Schließen der Einheiten bei zu hohen Windgeschwindigkeiten automatisch verhindert.

Zusätzlich zu den genannten Anlagen können Sie bei einer Nachrüstung der Fenster auch Lüftungsanlagen im Fenster integrieren. Das Gerät wird dabei am unteren oder oberen Rahmen angebracht. Es saugt die verbrauchte Luft ab und führt sie in eine Wärmerückgewinnung, welche auf die frische Luft übertragen wird. Lüftungsenergieverluste können somit um bis zu 35% gesenkt werden. 

Schadstoffe

Die Luft in unseren Räumen wird automatisch schlechter. Schadstoffe sind neben dem automatischen Verbrauch der frischen Luft Hauptursache für schlechte Luftverhältnisse. Allgemein unterscheidet man zwei übergeordnete Schadstoffarten:

  • flüchtige organsiche Verbindungen --> gasen innerhalb weniger Woche aus (Vorkommen in Möbeln, Lösemitteln und Reinigungsmitteln)
  • schwerflüchtige Verbindungen SVOC --> gasen erst über Jahre aus (Vorkommen als Weichmacher in Kunststoffen, Bodenbelägen oder Farben)

Wärmerückgewinnung

Während für die Lüftung gesetzliche Vorschriften bestehen ist die Wärmerückgewinnung freiwillig. Gerade für den Neubau ist sie aber empfehlenswert. Dabei wird die in der verbrauchten Luft enthaltene Wärme entzogen und für Warmwasser und Heizung genutzt. In gut gedämmten Häusern können durch die Wärmerückgewinnung um die 30% des Gesamtwärmebedarfs gedeckt werden. 

13.07.2018 Heizen mit Köpfchen

Diese 5 Tipps sollten Sie beim Heizen beherzigen

Angemessenes Heizen gilt als eine der Kernaufgaben, um Energie zu sparen und dadurch nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel zu schonen. Schließlich entfallen circa 70% des Energieverbrauchs auf unsere Heizung. Dabei können Sie diesen durch Kleinigkeiten bereits immens senken. Wir geben Ihnen den Überblick über die wichtigsten Praxistipps.

Fenster abdichten

Veraltete Fenster lassen einen Großteil der Wärme aus dem Zimmer entweichen. Empfehlenswert sind dreifach verglaste Fenster, um den Wärmeverlust so gering wie möglich zu halten. Zudem sollten Sie die Rollläden bei Einbruch der Dunkelheit herunterlassen. Dadurch können Sie bis zu 20% Energie zusätzlich einsparen.

Stoßlüften

Dauerhaft gekippte Fenster erfüllen nicht den gewünschten Effekt. Stattdessen sollten Sie insbesondere im Badezimmer beispielsweise nach dem Duschen lieber für kurze Zeit Stoßlüften, um einen angemessen Luftaustausch zu gewährleisten. Mehrmaliges Stoßlüften am Tag für wenige Minuten ist die optimale Lösung.

Heizkörper isolieren

Heizkörper strahlen die Wärme in jede beliebige Richtung des Raumes aus. Um diese Wärme nicht durch die anliegende Außenwand zu verlieren, bietet es sich an den Heizkörper angemessen zu isolieren. Dabei können Sie auch eine Innendämmung an der Außenwand anbringen, um die Wärme in den Raum zurück zu strahlen.

Heizung richtig einstellen

Sollte Ihre Heizungsanlage nicht richtig eingestellt hilft ein hydraulischer Abgleich. Dadurch wird gewährleistet, dass die Heizkörper der einzelnen Räume mit der entsprechenden Wärmemenge versorgt werden. Zudem sind die Zahlen auf den Heizkörpern nicht willkürlich, sondern geben einen groben Überblick über die einstellbaren Temperaturen. Lesen Sie hier mehr

Nicht mit Strom heizen

Am Besten Sie verzichten auf Heizungsanlagen die ausnahmslos auf Strom basieren. Denn heizen mit Strom ist nicht nur ineffektiv, sondern zudem noch richtig teuer. Stromgetriebene Heizlüfter oder Nachtspeicherheizungen sollten wenn überhaupt nur sehr sparsam verwendet werden. 

11.07.2018 Heizen mit Erdgas

Fossiler Energieträger im Überblick

Die vielfältigen Auswahlmöglichkeiten bezüglich der Heiztechnik sind größtenteils auf die zahlreichen Energieträger zurückzuführen. Von stromgetriebenen Wärmepumpen, über Holzöfen, bis hin zu Öl- oder Gasheizungen. Bei der Wahl des Brennstoffes sollten Sie die individuellen Gegebenheiten und Vorlieben beherzigen. 

Hinsichtlich der Nutzung konventioneller Energieträger haben wir uns bereits mit dem Heizen durch Flüssiggas beschäftigt. Doch wie sieht es mit Erdgas aus. Wir geben Ihnen einen Überblick:

Bestandteile 

Erdgas wird mittels Bohrungen aus dem Erdinneren gefördert und durch Leitungen in das zu beheizende Haus geführt. Dabei ist der Hauptbestandteil des Gases Methan, welches circa 90% ausmacht. Den restlichen Anteil decken leichte Kohlenwasserstoffe ab.

Einige Gasanbieter bieten inzwischen auch Gas mit einem bestimmten Bio-Anteil an. Dieses gilt durch die geringen CO2 - Emissionen als umweltschonend und schafft Ihnen eine gewisse Unabhängigkeit von Gasimporten.

Funktionsweise

Die Funktionsweise einer Gasheizungsanlage lässt sich schnell erklären. Zunächst strömt das Gas durch die Leitungen in den Heizungsbrenner, in dem es verbrannt wird. Im nächsten Schritt entzündet ein Piezozünder das Gas. Die dabei entstehende Wärme gelangt über den Wärmetauscher in das Heizungswasser. Im letzten Schritt wird das erwärmte Wasser zu den einzelnen Heizkörpern gepumpt. Die Wärme wird dann für die zu beheizenden Räume genutzt. Das abgekühlte Wasser fließt anschließend zurück und steht für den Prozess erneut zur Verfügung. 

Nachteile&Vorteile

Einer der größten Nachteile einer Gasheizung ist die Abhängigkeit vom globalen Markt. Deutschland importiert vor allem aus Ländern, wie beispielsweise Russland, Großbritannien oder den Niederlanden und ist somit bei der Anschaffung auf das Ausland angewiesen. Preisliche Schwankungen gehen damit einher. Zudem müssen für die Nutzung entsprechende Erdgasleitungen installiert werden. Diese lassen sich wiederum nicht überall verlegen, wobei die Eigenschaften des Grundstücks entscheidend sind. Außerdem ist eine Lagerung des Brennstoffes nicht möglich.

Neben den Nachteilen besitzt Erdgas als Brennstoff jedoch auch zahlreiche Vorteile:

  • geringere CO- Emissionen als beispielsweise Erdöl 
  • große Verfügbarkeit des Energieträgers (in den meisten Gebieten Deutschlands)
  • besonders gut geeignet für Brennwertheizungen (hoher Brennwert)
  • Staubfreie Verbrennung 

11.07.2018 Thermografische Untersuchung

Einführung neuer WärmebildkamerasSeit Juli 2018 sind wir durch unsere neuen Wärmebildkameras in der Lage thermografische Untersuchungen durchzuführen. 

Mithilfe dieser Kameras können Sie auftretenden Problemen auf den Grund gehen, bevor sie zu schwerwiegenden Folgen führen. Dabei wird die für das menschliche Auge unsichtbare Infrarotstrahlung sichtbar gemacht, wodurch wir durch ein optisches Bild erkennen, in welchem Bereichen Ihres Hauses Unstimmigkeiten vorliegen könnten. 

Zu unserem Angebotsumfang: bit.ly/2mc1NU1

09.07.2018 Heizen mit Flüssiggas

Fossiler Energieträger im Test:

Aufgrund der Knappheit fossiler Energiequellen haben sich im Laufe der Zeit alternative Heiztechniken etabliert. Dazu zählt beispielsweise die ressourcenschonende Betriebsweise von Wärmepumpen oder das Heizen mit Pellets.

Gelangen fossile Energieträger jetzt also ganz in Vergessenheit?

In Zusammenhang mit Gasheizungen kommt neben Erdgas vor allem Flüssiggas als Brennstoff in Frage. Doch woraus besteht Flüssiggas? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Und was gibt es sonst noch zu beachten?

Wir geben Ihnen den Überblick:

Flüssiggas als Brennstoff:

Streng genommen ist Flüssiggas kein Brennstoff. Es entsteht als Nebenprodukt bei der Verarbeitung von Erdöl. Dabei besteht es hauptsächlich aus Propan und Butan und wird auch als LPG (Liquified Potreulum Gas) bezeichnet. Im Gegensatz zu Erdgas transportiert man Flüssiggas nicht durch Pipelines, sondern in Tanklastern. Das Gas wird schließlich beim Verbraucher über den Tank in die Heizungsanlage geleitet.

Flüssiggas vs. Erdgas:

Die Funktionsweise beider Rohstoffe ist ähnlich. Neben der Transportart gibt es jedoch einen weiteren entscheidenden Unterschied. Der Brennwert des Flüssiggases ist mit ca. 30kWh pro Kubikmeter deutlich höher als der des Erdgases. Dieses kommt auf einen Wert von circa 10kWh.

Vorteile einer Flüssiggasheizung:

  • auch in Gebäuden einsetzbar, die keinen Erdgas-Anschluss besitzen 
  • Flüssiggastanks bei eingeschränktem Platzangebot im Garten aufstellbar 
  • Mieten der Tanks (Kosteneinsparung)
  • ökologischer Vorteil gegenüber Erdgas (geringer Ausstoß von Emissionen)

Nachteile beim Heizen:

Trotz der zahlreichen Vorteile sollte man beim Heizen mit Flüssiggas nicht außer acht lassen, dass es sich hierbei immer noch um einen fossilen Energieträger handelt. Genau, wie Erdöl und Erdas, ist auch Flüssiggas preislichen Schwankungen ausgesetzt und zudem oft etwas teurer als Erdgas. Außerdem handelt es sich bei Flüssiggas um leicht entzündliches Material. Bei unangemessener Lagerung oder falscher Behandlung kann es somit schnell zu Explosionen kommen. 

 

 

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